Amand (Saint⸗) oder Saint-Amand-Montrond, ant. Cher, eines Arrondissements im franz. Depart. Cher, im ehemaligen Peidrer tum Bourbon, an der Marmande unweit ihrer Mündung in den Cher, an einem Zweige des Berrykanals und an der Orléansbahn, ist regelmäßig gebaut und 90 imposante Ruinen des vom Der d von Sully befestigten Schlosses Montrond. Der Ort zählt (1876) 7719 (Gemeinde 8499) E., die Handel mit Bieh, Korn, Wein, Kastanien, Bauholz und einigen Manufakturen betreiben. In der Nähe befinden sich große Eisenwerke, eine Kanonenbohrerei und Porzellanfabriken. Etwa 4 Em nördlich steht auf dem 314 m hohen Belvedereberge, der ein weites Panorama eröffnende sog. Malakowturm mit einer Sammlung von Waffen aus der Krim. Etwa 4 km südlich von A. liegt die Ortschaft Drevant, mit Ruinen von zwei Bädern, einem Theater, Wasserleitung, röm. Lagerstelle u. s. w. — Saint-A.⸗les-Caur, alte Stadt im franz. Depart. Nord, am linken Ufer der Scarpe und an der Nordbahn, in fruchtbarer Ebene, ut (1876) 7243 (Gemeinde 10716) E., Fabriken für Spitzen, Strümpfe, Zwirn, Nägel, Zucker, Essig u. s. w., besonders aber wichtige Leinkultür, da die Umgegend ausgezeichneten Flachs liefert, aus welchem die feinsten Spitzen fabriziert werden. Im 2. 006 war der Ort ein Dorf, welches König Dagobert (634) dem heil. Amandus schenkte. Dieser gründete daselbst das Kloster Elnon oder Saint-A.⸗sur-l'Elnon, in welchem er 675 starb. Die reiche Bibliothek der Abtei ist nach Valenciennes gekommen, wo Hoffmann von Fallersleben 1837 in ihr das Ludwigslied (s. d.) m ocher Der einzige überrest des Klosters ist ein hoher Glockenturm. Im Sommer 1792 stand hier und in der Umgegend das Lager der franz. Nordarmee unter Dumouriez, der am 4. April 1793 von hier l aus nach Mons ich Auch fanden in jenen Jah-e und Ssterreichern statt. Die in der Nähe gelegenen vier Schwefelthermen haben 20² R. und wer-d den hauptsächlich zu Schlammbädern benutzt. Sie r sind umgeben von reizenden Gartenanlagen, Park und Wald. — Saint-⸗A. heißt auch ein Dorf in der belg. Provinz Namur, nördlich von Fleurus und westlich von Ligny, welches einen wichtigen Punkt in der Schlacht bei Ligny (s. d.) am 16. Juni 1815 bildete.