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PflanzenreichBrockhaus 1882

Ambak oder Am batsch heißt in den Nilländern ein zu den Schmetterlingsblütlern gehörender Strauch, Herminiera elaphroxylon Gιάιd. et Perr. (Aedemone mirabilis Kotschi). Derselbe wächst, Ihwenenen die Papyrusstaude begleitend, im überchwemmungsgebiete des obern Weißen Nil und des Victoriag-Nyanza, kommt aber auch an den Ufern der Flüsse Senegambiens vor. Die Stämme schießen im Enen Wa Wachstume noch 3—4,5 m über den höchsten Wasserstand empor, um auf dem wieder abgetrockneten Boden bis auf die Wurzel wieder abzusterben. Die Pflanze ist borstig behaart, besitzt unpaarig-gefiederte Blätter mit zahlreichen Blättchen und große, orangefarbene, zu wenigen kurze, achselstän 190 Trauben bildende Blüten mit fast bis zum Grunde zweilippigem Kelche. Die zehn Staubgefäße sind zu einem Bündel verwachsen, und die breit-linealische, flache, ring-oder spiralförmig zusammengerollte Hülse Ucber zuletzt in viele einsamige, quadratische Glieder. Der schwammige, aber doch dauerhafte Stamm ist sehr leicht und dient den Eingeborenen zur Anfertigung von Flößen, indem die Ambakstämme mit Stricken aus zähen Gräsern (Andropogon giganteus Hochst.) oder aus den Fasern des Hanf-Eibisch (Hibiscus cannabinus L.) zusammengebunden werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 526Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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