FeedHippophaé L.
PflanzenreichBrockhaus 1882

Hippophaé L., Sanddorn, zur Pflanzenfamilie der Elaeagneae gehörige Gehölzgattung. Die Arten derselben sind 3—6 m hohe Sträucher ganz getrennten Geschlechts, mit Blüten in den Achseln von Deckblättern und glänzenden, glatten, auf einer Seite gefurchten, nußartigen Früchten. Die ab— wechselnden, sehr lang ausgezogenen Blätter sind durch aufliegende Schuppen, welche als zu Scheiben verwachsene strahlige Haare zu deuten sind, weißlich grau. Die Blüten kommen vor den Blättern. Der gemeine Sanddorn, I. rhamnoides, wächst durch ganz Europa am Meeresufer und an Bächen der Hochgebirge. Die linienlanzettförmigen Blätter sind oben grün und fein punktiert, unten gleich den jungen Zweigen mit silbergrauen oder rostgelben Schuppen besetzt. Der Strauch blüht im März, und die männlichen Individuen haben ein ganz eigentümliches Ansehen, während die weiblichen sich vorzugsweise im Herbst gut ausnehmen, wenn sie mit Massen erbsengroßer, orangefarbiger Früchte bedeckt sind. Zwischen dunkelbelaubtes Gebüsch am Rande des Parkgehölzes eingesprengt ist dieser Strauch sehr ornamental, insbesondere var. angustifolia, aber auch in der Einzelstellung von guter Wirkung. Eine andere, vom Himalaja stammende Art, H. salicifolia, ist weder so schön, noch im Winter so hart wie jene. Zum vollen Gedeihen erfordert der Sanddorn einen fruchtbaren, frischen Boden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 256Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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