Ambriz, ein unter dem Gouverneur von Angola stehender portug. Distrikt an der Küste von Niederguinea, zwischen dem Zaire und dem Flus A. oder Loge. Die gleichnamige Hauptstadt (Oporto do A.) liegt an der Mündung des Loge in flacher, vegetationsloser Gegend, war früher der Hafenplatz eines kleinen Negerreichs (Quibanza) und wurde 1855 von den Portugiesen in Besitz enommen. Diese bauten daselbst ein Fort, ein Zollhaus und eine Kirche, um welche allmählich der Ort entstand. A. hat zahlreiche Faktoreien und treibt Handel mit Gummi, Elfenbein und Kupfererzen von Bemba.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 530Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei