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GeschichteBrockhaus 1882

Amilius Paullus (Lucius Amilius Paullus), ein röm. Feldherr, aus dem vornehmen Geschlecht der Amilier, war siegreich in dem Kriege gegen Illyrien gewesen und fiel als Konsul im zweiten Punischen Kriege bei Cannä 216 v. Chr. — Sein Sohn Lucius A. Paullus Macedonicus, dem Vater an Tapferkeit und Edelmut ähnlich, erhielt w182 v. Chr. zum ersten⸗, 168 zum zweitenmal das Konsulat, überwand in der Schlacht bei Pydna 22. Juni 168 v. Chr. den Perseus, König von Macedonien, und feierte deshalb einen großen Triumph, bei welchem er so viel Beute in den Staatsschatz brachte, daß die regelmäßige Steuer, das Tributum, seitdem für die Bürger aufhörte. Den während des Siegesfestes erfolgten Tod zweier Söhne ertrug er mit Standhaftigkeit, ja er dankte den Göttern, daß sie dieselben zum Opfer gewählt, um den Wechsel des röm. Glücks abzuwenden. Er starb 160 v. Chr. Sein dritter Sohn war der jüngere Scipio Africanus (s. d.). Vgl. Gerlach, WPerseus von Macedonien und L. A. Paulluso (Bas. 1857).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 556Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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