Ammon (Friedr. Aug. von), ein besonders um die Augenheilkunde verdienter Arzt, der zweite Sohn von Christ. Friedr. A., geb. 10. Sept. 1799 in Göttingen, besuchte das Gymnasium zu Erlangen und später Schulpforta, studierte seit 1818 in Leipzig, dann in Göttingen, wo er 1822 die Doktorwürde erhielt, ließ sich nach einer wissenschaftlichen Reise 1823 als praktischer Arzt in Dresden nieder und erhielt 1829 daselbst eine Professur an der Polittant. Auch Akademie und die Direktion der Poliklinik. Auch gründete er selbst eine Privatheilanstalt für Augenkranke und an chirurgischen Krankheiten Leidende. A. ward 1837 zur Stellung eines Leibarztes des Königs berufen und 1844 zum iele Medizinalrat ernannt. Auch war er Mitglied vieler mediz. Gesellschaften. Er starb 18. Mai 1861. A.s Hauptwerk ist: «Klinische Darstellungen der Krankheiten und Bildungsfehler des menschlichen Auges „ (4 Tle., Berl. 1838 —47), nachdem schon vorher von ihm erschienen waren: De genesi et usu maculae luteae in retina oculi humani obviaen (Weim. 1830), und „De Physiologia Tenotomiae experimentis illustratao (Dresd. 1837). Von seinen übrigen auf die Augenheilkunde bezüglichen Schriften sind hervorzuheben: De Iritide — erl. 1843), Die Behandlung des Schieens durch den Muskelschnitty (Berl. 1840) und die „Illustrierte pathol. Anatomie der menschlichen Cornea, Sclera, Chorioidea und des optischen Nerveno (herausg. von Warnatz, Lpz. 1862). Um die Chirurgie machte sich A. unter anderm durch „Die angeborenen chirurgischen im Beren der Menschen (Berl. 1839—42) und im Verein mit Mor. 1842) verdient. Vielen Beifall haben in weitern Kreisen auch seine populären Schriften: Die ersten Mutterpflichten und die erste Kindespflege » (24. Aufl. von Winckel, Lpz. 1882) und die (Brunnendiätetik' (7. Aufl., bearbeitet von H. Reimer, Lpz. Conversations⸗-Lexikon. 13. Aufl. I. 1880) gefunden. Außerdem gab A. noch eine Zeitschrift für Ophthalmologienv (5 Bde., Dresd. u. Heidelb. 2 n. ni und eine »Monatsschrift für Medizin, Augenheilkunde und Chirurgie v (3 Bde., mmon (Karl Wilh.), bekannt als hippolog. Schriftsteller, geb. 1777 zu Trakehnen in Preubis Litauen, studierte in Berlin Tierarzneikunde und Roßarit ar daselbst seit 1794 als ReamEit ward 1797 oßarzt am ansbacher Fohlenhofe zu Olhaus, dann Gerichtsarzt in Ans end 1813 bair. Hofgestütmeister zu Rohrenfeld bei Neuburg und lebte seit seiner Pensionierung 1839 in Ansbach, wo er 1842 starb. Von seinen Schriften sind zu nennen: «Hausvieharzneibuch (3. Aufl., Ulm 1846), «über Verbesserung und Veredlung der Landespferdezucht durch Landesgestütanstalteno (3 Bde., Nürnb. 1829—31), „(Bemerkungen über den Nutzen der landesherrl. Hof- und Stammgestüte und der Wettrennen nach engl. Arty (Nürnb. 1830).— Georg Gottlieb A., Bruder des vorigen, geb. 1780 zu Trakehnen, seit 1820 Inspektor des Gestüts zu Vesra, gest. 26. Sept. 1839, hat sich auf demselben Gebiete einen Namen Iunadet Er schrieb: Von der Zucht und Veredung der Pferdey (Berl. 1818), Küber die Eigenschaften des Soldatenpferdes » (Berl. 1828), (Das Pierde Mittel, nur große und gutausgebildete erde zu erziehen» (2. Aufl., Königsb. 1849), „(Handbuch der Gestütskunde und Pferdezucht 5 (Königsb. 1833).