Amucusee, ein im südl. Innern von Britisch-Guiana unter 3' 40 nördl. Br. und 41 34 westl. L. (von Ferro) im Parime-Gebirgssystem gelegener See von geringer Ausdehnung. Hierher verlegte die Sage seit langer Zeit einen großen See von mehr als 450 km Durchmesser, den Parimesee oder Parandò Pitinga, an dessen Ufern der Dorado, der vergoldete König, wohnen sollte, der sich täglich den Goldstaub im See von seinen Händen abwüsche. Dieser von so manchem abenteuernden Reisenden aufgesuchte See hat sich endlich durch R. Schomburgks Erforschung von Guiana als der A. erwiesen, welcher am südl. Fuße der Sierra Pacaraima in einer Ebene liegt. Den östl. Teil derselben durchfließt ein Nebenfluß des Essequibo, der Rupununi, und den westl. Teil ein oberer Arm des Rio-Branco, der Tocoto oder Tokutu; zwischen diesen beiden Flüssen liegt der See, der mit dem letztern durch den kleinen Pirara in Verbindung steht. In der Regenzeit überschwemmt der See das umliegende Land, und sein Wasser fließt alsdann durch beide Ströme ab, sodaß man mit Booten von Georgetown in Britisch-Guiana bis Para am Amazonenstrome durch das Innere des Landes gelangen kann.