Anthropophägen (grch., d. i. Menschenfresser), Anthurium, artenreiche, von Schott und Endlicher benannte Gattung amerik. Tropengewächse aus der monokotylen Familie der Aroideen, ausgezeichnet durch eine sehr kurze, zurückgeschlagene Kolbenscheide und einen walzenförmigen, ungestielten, über und über mit Zwitterblüten dichtbedeckten Kolben. Die Früchte sind zwei⸗ bis viersamige Beeren. Diese Pflanzen, welche in feuchten Urwäldern wachsen, haben teils gar keinen, teils einen aufrechten oder kletternden Stengel und bald finger- oder fußförmig zerteilte, bald einfache, ganze Blätter. Die kletternden Arten eignen sich zu Wandbekleidungen der Warmhäuser, viele andere zu Dekorationspflanzen in eben solchen Gewächshäusern. Sie verlangen zu ihrem Gedeihen ein gedämpftes Licht, feuchte, gleichmäßig warme Luft, einen sandig-humösen Boden und viel Wasser. Man kennt über 50 Arten. In neuester Zeit ist eine anaie noch unbekannte, zuerst in belg. Gärten gelangte brasilian. Art mit scharlachroter Kolbenscheide und Kolben, A. Scherzerianum, eine Schmuck⸗ und Modepflanze der Warmhäuser geworden.