Amelanchier Medik. (Felsenmispel oder Felsenbirne), Pflanzengattung aus der Familie der Apfelfrüchtler: kleine Bäume und Sträucher mit einfachen, ganzrandigen oder gesägten, häufig filzig behaarten, sommergrünen Blättern und weißen, meist in Trauben stehenden Blüten, die denen des Weißdorns (Crataegus) sehr ähnlich sind. —5 dem H zwei⸗ bis fünffächerigen Fruchtknoten ist jedes Fach noch einmal durch eine falsche Scheidewand unvollständig in zwei Abteilungen mit je einer Samenknospe geteilt; die spätere Beere ist daher scheinbar vier⸗ bis zehnfächerig, jedes ach einsamig, und die Fachscheidewände sind bald lederig oder auch dünnhäutig, weich und zuletzt kaum sichtbar. Letzteres ist bei der auch in Deutschland an Bergabhängen vorkommenden strauchigen, 1 bis 2 m hohen, im April und Mai blühenden gemeinen Felsenmispel (A. vulgaris Monch, Mespilus Amelanchier L., Aronia rotundifolia Pers.) der Fall; dieselbe besitzt ovale, gesägte, in der Jugend unterseits filzige, im Alter kahle Blätter, weiße Blüten in armblütigen Trauben, schwarzblaue Früchte und wird auch als Zierstrauch in Gärten gezogen. Häufiger sieht man mehrere nordamerik. Arten in unsern Gärten und Parkanlagen, namentlich die canadische Felsenmispel (A. canadensis Torr. et Gray), welche sich durch die reichblütige, schlaffe, oft überhängende Traube und die fast schwarze Beere leicht von voriger Art unterscheidet; ferner die ährigblütige Felsenmispel (A. spicata Lam.]), die erlenblätterige Inohen (39135 (A. alnifolia Nutt.), beide bedeutend höher (3 bis 5 m) als vorige. Die Rinde der Felsenmispel enthält Amygdalin.