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GeschichteBrockhaus 1882

Archelaus, der Sohn des Königs Herodes des Großen von Judäa, folgte seinem Vater in der Regierung (4 v. Chr.) und behauptete seine Stellung trotz eines von den Pharisäern gegen ihn angezettelten Aufruhrs. Er reiste hierauf nach Rom, wo Augustus sich für seine, von seinem Bruder Antipas bestrittenen Erbansprüche günstig erklärte und ihm unter dem Titel Ethnarch die Provinzen Judäa, Samaria und Idumäa zuerteilte. Nach neunjähriger Regierung aber wurde er vor Augustus wegen Grausamkeit und Tyrannei angeklagt, seiner Herrschaft beraubt und nach Vienna in Gallien verbannt, wo er auch starb. Seine Lande wurden zu der röm. Provinz Syrien geschlagen (6 n. Chr.) und seine Güter für den kaiserl. Fiskus eingezogen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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