Arätus (grch. Aratos) von Sikyon, ein namhafter griech. Staatsmann, war um 271 v. Chr. geboren. Seine Jugend fiel in eine Zeit der Parteikämpfe in seiner Vaterstadt, unter denen sein Vater Kleinias den Tod fand. Seit 264 in der Verbannung zu Argos aufgewachsen, kehrte er im 20. Lebensjahre nach Sikyon zurück, um sein Vaterland von der grausamen Herrschaft des Tyrannen Nikokles zu befreien. Nachdem er hier die Freiheit und, mit 106 Wtot Geldmitteln unterstützt von dem ägypt. König Ptolemäus II. + phus, auch die innere Ordnung wiederhergestellt hatte, bewirkte er 251 v. Chr. den Beitritt Sikyons zum Achäischen Bunde, dem er efndlich durch die Eroberung der in macedon. Hand befindlichen Burg von Korinth (243) und die Verbindung anderer griech. Staaten erst größere Kraft und Leben gab. Seitdem war A. bis zu seinem Tode thatsächlich der Leiter des Achäischen Bundes, dem er auch (seit 245) 17 mal als Strateg vorstand. Als er jedoch 223 den Antigonus Doson zum Schutz Hedei den König von Sparta, Kleomenes III., herbeirief, lieferte er dadurch den Achäischen Bund, um diesen nicht Sparta preiszueben, wenigstens faktisch unter macedon. Herraft. Er starb an Gift, das ihm Philipp V. von kacedonien hatte beibringen lassen, 213 v. 77 A. hat Denkwürdigkeiten verfaßt, aus denen Polybius und Plutarch, von dem eine Biographie des A. erhalten ist, schöpften.