FeedArchenholz (Joh. .7 Baron von)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Archenholz (Joh. .7 Baron von), deutscher Geschichtschreiber, geb. in Langfuhr, einer Vorstadt Danzigs, 3. Sept. 1741, trat 1760 als Offizier in die preuß. Armee. Zu Ende des Siebenlährigen Kriegs erhielt er seiner Wunden wegen den Abschied als Hauptmann und bereiste dann in einem Zeitraume von 16 Jahren fast ganz Europa. Nach der Rückkehr nach Deutschland 0 sich A. in Dresden, Leipzig und Berlin auf. Später wurde er Dom-Dur zu Magdeburg und lebte in oder bei Hamurg. Er starb auf seinem Landsitze zu Oyendorf im Holsteinischen 28. Febr. 1812. Den Grund zu seiner litterarischen Laufbahn legte A. durch die Zeitschrift Litteratur⸗ und Völkerkunder (Lpz. u. Dessau 1782—91), die sich durch Mannigfaltigkeit und gefällige Behandlung der Gegenstände auszeichnete. Glänzenden Erfolg hatte sein in viele Sprachen übersetztes Buch «England und Italienv (2. Aufl., 5 Bde., Lpz. 1787); als Fortsetzung schrieb er Annalen der brit. Geschichter (20 Bde., Braunschw., Hamb. u. Tüb. 1789—98). Ferner gab er heraus «Die Engländer in Indien nach Ormer (3 Bde., Lpz. 1786—88). In ausgezeichneter Weise zeigte sich sein Darstellungstalent in seinem Hauptwerk, (Geschichte des Siebenjährigen Kriegso (2 Bde., Berl. 1793, 11. Aufl., Lpz. 1879), sowie in der Geschichte der Königin Clifabeths, welche er zu dem «Histor. Kalender für Damenp (Lpz. 1798) lieferte, und in der «Geschichte Gustav Wasas » (2 Bde., Tüb. 1801). .

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 8

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6