Areäl, Flächenraum. Arẽêca nannte Linné eine Gattung aus der Familie der Palmen, deren Arten von neuern Botanikern zum Teil zu andern Palmengattungen gezogen worden sind. Die meisten Arecapalmen besitzen fiederspaltige Blätter, einen im untern Teile mit Gten Roit⸗ im obern mit männlichen Blüten bedeckten Kolben und tragen faserige, Beeren mit hornigem Eiweiß im Samen. Zu diesen gehört die in Ostindien einheimische und dort auch in vielen Abarten kultivierte Catechualme, A. Catechu L., deren Samen unter dem Ramen Betelnüsse bekannt und als Nuces oder semina Arecae offizinell sind. Die Catechupalme, von den Holländern Pinang genannt, treibt einen schlanken, bis 18 m hohen Stamm und hat bis 4 m lange Blätter mit der Länge —7 gefalteten Blattfiedern. Die Frucht, von der Größe eines Hühnereies, ist eiförmig, genabelt, grau und besitzt ein faseriges, ungenießbares Fleisch. Sie enthält einen einzigen Samen von —. elförmiger Gestalt, mit weißer, Wnusse werde chale, die sog. Betelnuß. Die Betelnüsse werden, mit Kalk und Gewürz vermengt und in ein Betelpfefferblatt gewickelt, in ganz Indien, im südl. China, auf allen Inseln des Malaiischen Archipels von den Eingeborenen gekaut, um den Atem wohlriechend zu machen. Auch die Nässe von mehrern andern Areca-Arten werden als Betelnüsse gekaut. Infolge des Kauens entsteht starke Speichelabsonderung, welche angeblich die Mundhöhle rein halten und Zahnfleisch und Zähne gut konservieren soll. Der Speichel nimmt jedoch eine braunrote, der Mund eine ziegelrote Daune an, und die Zähne färben sich schwarz. Dennoch ist diese gleich dem Tabakkauen ekelhafte Sitte im Morgenlande unter allen Ständen, auch unter den Europäern, allgemein verbreitet, sodaß die Betelnüsse zu den Lebensbedürfnissen ehören und einen wichtigen Handelsartikel bilden. ie jungen Blätter vieler Areca⸗-Arten werden in Ostindien und China als Gemüse genossen. Aus den frischen infeher wird in Indien der Palmencatechu, ein in fester, trockener Form in den kommender Extrakt, bereitet. (S. Catechu.