Arminius (Jak.), eigentlich HBarmensen (in deutscher Form Hermanns), der Begründer der Arminianer, geb. 1560 zu Oudewater in Südholland, studierte seit 1575 zu Leiden, Genf und Basel. Auf einer Reise nach Aurche lernte A. zu Rom das Verderben der kath. Kirche kennen; 1588 ward er in Amsterdam zum Prediger bestellt. Hier hatte Coornhert im Interesse eines thätigen Christentums die strenge Prädestinationslehre angegriffen. Die Widerlegung desselben ward A. übertragen; dieser geriet bei der Untersuchung selbst in Zweifel und verschob die Entscheidung. Predigten über den Römerbrief (seit 1591) führten ihn immer mehr zu der überzeugung, daß Gott die einen zur Seligkeit, die andern zur Verdammnis bestimme, sei abhängig davon, daß er vorauswisse, wer glauben werde und wer nicht. Deswegen wider A. erhobene Anklagen führten jedoch zu keiner Entscheidung. A. ward 1603 Professor der Theologie zu Leiden und eriet mit seinem Kollegen Gomarus sofort in Streit über die Prädestination. Nachdem beide ihre Anshn in * en Disputationen vertreten und in charfen Thesen ausgesprochen hatten, ward zur Beendigung des Streites 1608 im Haag vor den Staaten von Holland und Westfriesland ein Religionsgespräch zwischen A. und Gomarus abgehalten. Eine Einigung kam nicht zu Stande, und bald nachher, 19. Okt. 1609, starb A. Seine Schriften erschienen gesammelt zu Leiden 1629. rminiusquelle, der Name der warmen Quelle von Lippspringe (s. d.).