FeedAbschlag
TechnikBau-Lexikon 1881

Abschlag, m., 1. der Wasserablauf, s. Ablaß; besonders nennt man Abschlag, frz. décharge, f., engl. fall, outlet, vent, die auch Ablaßgraben (. d.) genannten kleinen Kanäle OCin Fig. 18 und 19, sowie die mechanischen Vor2. frz. retraite, f., s. v. w. Absatz 1 und 4. — 3. die Ausprägung in Blech, s. a. Brakteat. — 4. s. v. w. Abholz 1 u. 2. — 5. frz. Cloison, f. en planches, engl. plank partition, s. v. w. Bretverschlag. — 6. Jem. auf Abschlag, frz. compte, engl. on accοunt, before-hand, etwas auszahlen, s. v. w. bei noch nicht vollständig gelieferter Arbeit schon einen Theil der akkord. Summe auszahlen. — 7. auch Raste k., Raster m. (Straßenb.), kleiner, wellenförmig gerundeter Absatz im Längenprofil stark fallender Straßen, der dazu dient, das herabkommende Fuhrwerk von Zeit zu Zeit aufzuhalten, damit die Pferde ruhen können, und zugleich das Regenwasser etc. seitwärts abzuleiten, um das zu starke Ausspülen und Zerreißen der Straßenoberfläche zu vermeiden. Im Grundriß erhalten die Abschläge meist eine gekrümmte Gestalt, die konvexe Seite bergauf gekehrt, aber bei sehr schwacher oder nicht vorhandener Straßenwölbung sowie bei Pultstraßen, auch wol geradlinige, schräg zur Straßenachse laufende Richtung. MIs.)

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 20Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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