FeedHüttenrauch
TechnikBrockhaus 1882

Hüttenrauch, Hüttennicht, Fluggestübbe, Flugstaub, die beim Rösten, Somelzen oder andern hüttenmännischen Prozessen entstehenden , dampf-oder gasförmigen Produkte, die mit der Zug⸗ oder Gebläseluft aus den Ofen entweder ins Freie ziehen oder in Apparate zur weitern Verarbeitung übergeführt werden. Das Streben, die beim Rösten und —— auf mechan. oder chem. Wege entstehenden Verluste zu vermindern, sowie den schädlichen Einfluß zu beseitigen, den der H. auf die Vegetation und den tierischen Organismus ausübt, hat zur Anlage kompliziertester Einrichtungen geführt. Flugstaub und Fluggestübbe, durch Zug⸗ oder Gebläseluft mechanisch fortgerissene Erz-oder Beschickungsteilchen fängt man in langen Kanälen, Kammern oder turmähnlichen Gebäuden auf; sublimierbaren Dämpfen von Schwefel, Arsen, Antimon, Quecksilber, Blei, Zink gibt man in ähnlichen Apparaten Gelegenheit zur Abkühlung und Kondensation; Gase, insbesondere schweflige Säure, werden entweder auf chem. Wege in nutzbare Produkte übergeführt oder durch Auffangen unter Wasser möglich

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 487Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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