FeedAchteck
BaukunstBau-Lexikon 1881

Achteck, n, frz. octagone, octogone, m., engl. octagon, 1. (Geom.). Das regelmäßige A. Fig. 65 wird am einfachsten konstruirt, indem man ein Quadrat aufrecht u. ein gleichgroßes übereck um denselben Mittelpunkt zeichnet, resp. in denselben Kreisein schreibt. —2. Die christliche Kirche hatte nach der Symbolik der alten Christen die Gestalt eines Quadrats; da nun das Achteck aus der Durchdringung zweier Quadrate entsteht, so galt es als Sinnbild der Durchdringung Fig. 65. Achteck. der Kirche auf Erden durch die Kirche im Reich der Seligen, und erhielt als solches eine hohe Stelle unter den Grundformen des goth. Stils. — 3. (Kriegsb.). Das Achteck ist wenig gebräuchlich für Redouten, dagegen sehr für Sternschanzen. Pte.]

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 43Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Baukunst 6