Achat, m., Achatstein, Achtstein, Agat, fälschlich auch Agath geschrieben, frz. agate k., engl. agate, ein wesentlich aus Kieselerde bestehendes Mineral, halbdurchsichtiges, sehr hartes, innig verwachsenes Gemenge aus den zu den wasserfreien Varietäten des Quarzes gehörigen Mineralien: Chaleedon, Jaspis, Hornstein, Karneol, Feuerstein, Heliotrop, Amethyst etc. kommt auf Gängen im Gneis und Porphyr, meist aber als Ausfüllung von Blasenräumen vor, nach deren Gestalt die Lage der verschiedenen Bestandtheile und somit die Zeichnung auf der Durchschnittsfläche sich richtet; man unterscheidet nach dieser Zeichnung Festungs⸗, Versteinerungs-, Band⸗, Kreis⸗, Moos⸗, Landschafts⸗, Röhren⸗, Jaspis⸗, Korallen⸗, Punkt⸗, Stern⸗, Wolken⸗, Holz-Achat etc. Den schönsten A. findet man zu Oberstein in der Rheinpfalz, in Ostindien, Sizilien und Sachsen. Außer zu allerlei kleineren Luxusartikeln wird er bes. in Florenz zu Mosaikarbeit, Reibschalen, Polirsteinen und ausgelegter Arbeit an Boiserien etc. verwendet, auch von den Glasern als Ersatzmittel des Diamants benutzt. Uachahmungen od. Färbungen des A. kann man herstellen 1. durch Anbeizen geschliffenen Chalcedons mit Honig, od. durch Kochen von A. in Ol und nachfolgender Behandlung mit englischer Schwefelsäure in der Wärme, wodurch schwarze Streifen entstehen. — 2. Um einen A. mit sehr feinen weißen Linien zu erhalten, überzieht man den Stein mit einer Lage von Soda und glüht den so vorbereiteten Stein im Ofen unter der Muffel. — 3. In 16 tüchtig geschlagenen Eidottern läßt man 66 g. arabisches Gummi u. 50 g. Kopal, beide gepulvert, zergehen und das Ganze in einem Glasgefäß 8 Tage an der Sonne stehen. Das Schleifen des A geschieht mittels stets naß gehaltener Schleifsteine, die mit der gewünschten Form des Arbeitsstückes entsprechenden Kanälen versehen sind, und erfordert sehr viel Kraft..