Androna, f., nannte man im Mittelalter sowohl die Zwischenmauern od. Grenzmauernzwischen zwei Häusern, als auch den etwa daselbst freigelassenen Zwischenraum. Diese Benennung wurde aber auch oft für den abgegrenzten Raum vor dem Haus, also für den Vorhof, gebraucht u. auf das Atrium der Kirchen, auch wohl der Bedeutung des griechischen Urwortes entsprechend, auf den Theil der Kirchen, der den Männern eingeräumt war, das Männerschiff, übertragen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 95Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei