Anthrazit, Anthrakit, m., Glanzkohle, harzlose Steinkohle, Kohlenblende, frz. anthracite, m., engl. blindeoal (Miner.), derb, nur selten kugelig, muschliger Bruch, eisenschwarz, mitunter bunt angelaufen, metallglänzend, zum Fettglanz sich neigend, ritzt Gipsspat, ritzbar durch Kalkspat, spez. Gew. 1½ — 1½, verbrennt an der Luft, ohne zu schmelzen, läßt etwas Asche zurück, die aus Kieselerde, Thonerde u. Eisenoxyd besteht. Unterscheidet sich von der Steinkohle dadurch, daß in ihm aller pflanzlicher Ursprung verwischt ist, daß der Kohlenstoffgehalt ein höherer ist (90—98s%) als in den Steinkohlen (unter 90/ Kohlenstoff); scharfe Grenzen u. Unterscheidungsmerkmale zwischen Anthrazit u. Steinkohle existiren jedoch nicht; nur äußerlich sind beide verschieden. In reinem Zustand ist er völlig frei von Bitumen. Brennt nur schwierig, dann ohne Flamme und Rauch, wobei er meist in Stücke zerspringt, giebt ungemeine Hitze, die der übrigen Kohlen übertreffend; daher gesuchtes Brennmaterial für Hohöfen, verlangt aber die Anwendung heißen Windes von starker Pressung. In größerer Menge findet sich der A. in Nordamerika, England, Irland, auch ausgezeichnet in Steiermark. .