Bergwachs, Erdwachs, v., 1. (Ozokerit) frz. cire f. minérale, zähes fossiles Erdharz, kommt in der Gegend von Slanik in der Moldau, bei Gaminz in Oesterreich, bei Truskawiza in Galizien, auf Baku, in Nordamerika (Pennsylvanien) und in geringer Menge fast überall da vor, wo ältere Braunkohlen sich finden. Diese Masse ist derb und wird in beträchtlich großen, runden, rissigen Stücken gefunden. Bruch muschelig, stellenweise auch Fasergefüge, mitunter so zart wie Asbest. Es ist milde, zähe, wird durch die Handwärme knetbar, so daß sich Kugeln daraus drehen lassen wie aus Wachs. Eigenschwere 0,5, gelb, grün und braun in verschiedenen Schattirungen. Wachsglanz. An den Kanten stark durchscheinend, in dünnen Stückchen durchsichtig. Aromatischbituminöser Geruch, der beim Reiben u. Schmelzen stärker wird. Schmilzt schon in der Lichtflamme zu klarer, öliger Flüssigkeit, welche beim Abkühlen erstarrt, bei höherer Temperatur mit Flamme brennend u sich verflüchtigend. Es ist in seinen reinsten Varietäten fast reines Paraffin besteht dann nur aus Kohlenstoff u. Wasserstoff. Früher wenig benutzt, wird es jetzt an vielen Orten bergmännisch gewonnen und auf Paraffin verarbeitet. — 2. s. Gagat. VBergwage, f., Zergmesser, m., frz. linomètre, m., engl. hbatter-level, ein mit Füßen versehenes Richtscheit oder wWägscheit, welches in der Mitte einen Quadranten mit im Mittelpunkt hängendem Zeiger hat, welcher also immer lothrecht hängt u. die Abweichung der untersuchten Linie von der loth- oder wägerechten in Graden angiebt; dient zu Höhenmessungen u. zuEntwerfung genauer Bergprofile.