FeedApatit
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Apatit, m. (Spargelstein), Phosphorit, m., frz. apatitée, m., chaux f. phosphatée, engl. apatite, phosphate oflime, hauptsächlich aus phosphorsaurem Kalkmitetwas Fluor- u. Chlorcalcium bestehend, findet sich in Graniten, auch in manchen Gneißen und Glimmerschiefern sowie in Nephelinfels, auf Gängen und in Drusenräumen, mit dichtem u. körnigem Gefüge, oft massig mit nierenförmiger Außenfläche u. kräftigem Gefüge; Kernform der Krystalle ist die sechsseitige Süule, Bruch uneben bis muschlig, ritzt Flußspat, ritzbar durch Feldspat; spez. Gew. = 3½ weiß ins Graue, Röthliche und Braune stark fettglänzend, undurchsichtig bis durchscheinend, sehr schwer zu farblosem, durchscheinendem Glas schmelzbar; mit Borax langsam zu klarem Glas fließend; als Pulver in Salz-u. Salpetersäure vollkommen löslich. Er wurde lange Zeit mit Beryll, Chrysolith, Schörl etc. verwechselt, daher der Name Apatit (von παααα, ich betrüge, täusche), d. h. Trügling. Die im großen vorkommende Varietät des erdigen A. ist als Düngemittel für die Landwirthschaft höchst wichtig. Sein Auftreten in Eisenbergwerken dagegen ist schädlich, indem er„kaltbrüchiges“ Eisen erzeugt. Bei Truxillo in Estremadura als Baustein verwandt. 7 — Abex, m., lat., Spitze, Scheitel, Thurmspitze, Gewölbcheitel. ö Apfel, m., 1. In der klassisch-heidnischen Symbolik ist der Apfel Attribut der Venus, der Siegerin in dem durch Paris entschiedenen Wettstreit, auch wohl, weil sie den Granatapfelbaum auf die Erde, zunächst auf die Insel Cypern, gebracht hatte. — 2. In der nordisch- heidnischen Mythologie Attribut der Iduna, als von ihr den Göttern gereichte, ewige Jugend gewährende, Götterspeise. — 3. In derschristlichen Symbolik Sinnbild des Sündenfalls, des Sieges der Sinnlichkeit über die Sittlichkeit. Als Attribut Christi deutet er auf die Erlösung der Erde von der Erbsünde oder auf den Reichsapfel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 135Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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