FeedBains
NaturlehreBrockhaus 1882

Bains (frz., d. h. Bäder) ist der Name von zahlreichen Wer Bade in Frankreich, welche Mineralquellen oder Bäder haben. Einige führen jedoch auch den Namen, ohne Thermalquellen zu besitzen. Berühmt ist: Bains-en-Vosges, ein Städtchen mit (1876) 1544 (Gemeinde 2531) E., im Depart. Vosges, 28 km im SSW. von Epinal, in dem schönen Thale des Baignerot und an der Ostbahn, 300 m über dem Meere gelegen. Der Ort hat 11 Quellen, darunter La Grosse Source mit 50 C., auf welcher Dampfbäder errichtet sind. Die nächste wasserreiche Quelle zeigt nur 30˙ C., die übrigen soc, Neubad 32 und 49, CO. Das Römerbad oder sog. Neubad, 1715 neu gebaut, besitzt drei Bassins, jedes von drei Quellen gespeist, mit Douchen, und eine Trinkquelle von 45. C. Ebenso hat das Promenadenbad, in einem Saale, ebenfalls drei Bassins. Die Vache-Quelle von 45 C. wird zum Trinken benutzt. Die Quellen enthalten viel Natron, und ihr Wasser wird auch zu perwendet häuslichen Zwecken (Kochen u. s. w.) verwendet. Der Ort gewährt einen sehr ruhigen Aufenthalt und ist am häufigsten von kranken Frauen besucht. Männer und Frauen baden in denselben Bassins. — Außerdem sind noch als Thermen bemerkenswert: Celles-les-Bains, Dorf im Depart. Ardeche, 26 km von Valence; Bain Loheae in der Bretagne, und 9 km östlicher Bain de Bretagne (1876) 1601 (Gemeinde 4299) E., 30 km im O. von Rennes, beide im Depart. Ille-et-Vilaine; Les Bains du Mont-Dore, Flecken mit 1195 E. im Depart. Puy-de-Döme, in 1046 m Sarr nahe den Quellen der Dorbogne; Lesains-de-Rennes, Dorf mit 483 E. im De⸗ + Aude, 52 km von Carcassonne am Sals, mit esuchten Mineralquellen, drei heißen von 39—51 C. und zwei kalten. — Bei einigen Badeorten ist B. dem Ortsnamen nachgesetzt, z. B. Aix-les-Bains, Bagnols-les-Bains.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 379Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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