A. p. R. o., Abkürzung für Anno post Romam conditam, d. h. Im Jahre nach Roms Erbauung. Aprês nous le déluge (frz., wörtlich Mach uns die Sintflut v, d. h. nach unserm Tode komme, was da wolle), ein Ausspruch der Marquise von Pompadour, als Ludwig XV. über die Niederlage von Roßbach bestürzt war. Denselben Sinn hatte ein altes griech. Sprichwort, welches in der lat. Form als «Me mortuo terra misceatur igni (d. h. Nach meinem Tode möge die Erde in Flammen aufgehen) besonders auch von Tiberius oft citiert worden sein soll. Apries, ägypt. König der 26. aus Sais stammenden Dynastie, Sohn Psammetichs II., regierte von 589 — 570 v. Chr. Die hieroglyphische Form des Namens ist Uah-ab-ra, die hebräische 8 fie in der Septuaginta Uaphre. Er unternahm siegreiche Kriegszüge nach Palästina, Syrien und Cypern. Später verließ ihn das on zelon w Er machte sich bei seinen Unterthanen selbst verhaßt und mußte endlich den Thron an den Emporkömmling Amasis abtreten. Auf ihn beziehen sich die Weissagungen des Jesaias und Ezechiel gegen Aprikose, auch Marille, die große, kugelige, von samtweicher Haut umgebene, auf einer Seite mit einer Längsfurche versehene Frucht des Aprikosenbaums (Prunus armeniaca), als dessen ursprüngliche Heimat Armenien betrachtet wird. Er gehört zu der Familie der Randelbaume steht in naher Verwandtschaft zum Mandelbaume und hat spitz-eiförmige, herzförmige, glatte, doppelt gezähnte Blätter und einzeln stehende, große, rötlichweiße Blüten. Die Frucht ist gelb, an der Sonnenseite gerötet, ihr Fleisch gelb, süß, mehr oder weniger saftig, bisweilen faserig oder etwas mehlig, ihr Stein an einem Ende spitz, am andern stumpf, etwas platt, ohne alle Zurhhen oder Gruben. Der Aprikosenbaum soll zur Zeit Alexanders d. Gr. nach Europa gekommen sein und wurde durch die Römer im Abendlande verbreitet. Die Früchte wurden zu Columellas Zeiten armen. Apfel, mala armeniaca, später aber und bis Dioskorides praecocia genannt; daraus entstand bei den Byzantinern der Name bericoccion, welcher nach K. Koch von den Arabern in al-berkuk umgewandelt wurde und als albercoco uch Italien, als albericoque nach Spanien zurückkam. Die Franzosen bildeten hieraus 406 abricot. oder am Spalier gezogen und meistens durch Okulieren auf Kernwildlinge oder Zwetschenstämme vermehrt. Die Früchte sind je nach den Sorten in Größe, Färbung, Geschmack und eschaffenheit des Fleisches verschieden, wie auch nach der eit ihrer Reife. A. kommen aus Italien gespalten, entkernt und getrocknet über Triest, Genua und Livorno in den Handel. M Südfrankreich und in den Donaufürstentümern bilden sie 3 Nordann und kandiert einen Ausfuhrartikel. In Nordamerika wird der Aprikosenbaum neben dem verwandten Pfirsichbaume im großen angebaut und seine Frucht zur Branntweingewinnung, gedörrt und gepreßt zur en eht als S. der Schiffe, in obstreichen Belund selbst als Schweinefutter benutzt. riancon wird aus den Kernen ein Ol, huile de marmôtte, gewonnen. Das Holz des Baumes läßt sich auf der Drehbank verarbeiten. Zu den vorzüglichern Sorten der A. . gemeine A., große Zuckeraprikose, A. von Bre a, ungarische A., Ananasaprikose (reift im August), A. von Nancy (August), A. von Versailles (Ende August). Die zuerst genannten Sorten reifen von Anfang bis Ende Juli.