FeedApsis
ErdkundeBrockhaus 1882

Apsis, auch Absis oder Absida, hieß in der kirchlichen Architektur des frühern Mittelalters die albrunde, zuweilen 5pnascheh stets überwölbte lltarnische, welche sich dem Altarhause der Kirchen roman. Baustils als ein besonderer Bauteil unter besonderm Dache vorlegt. Dieser Hauptapsis entsprechend, finden sich in den deutsch⸗-roman. Kirchen fast regelmäßig kleinere Nebenapsiden an der Ostseite der Kreuzarme angeordnet. Bei der Anlage der A. folgte die christl. Kunst dem Vorbilde der antiken heidnischen Basilika, in welcher ebenfalls die Nische des Tribunals mit ihrem halben Kuppelgewölbe gewöhnlich einen Abschluß des Innern bildete. (S. Basilika.) Im Mittellatein kommt für A. auch der Name Concha (Muschel) vor, wegen [der muschelförmigen Überwölbung. „„Apt (spr. Att; Apta Julia), Hauptstadt eines Arrondissements im franz. Depart. Vaucluse in der Provence, am linken Ufer des Calavon (Caulon), dessen breites Thal Hügel mit Wein⸗, Obst⸗ und Olivenpflanzungen umgeben, ist durch Hütte bahn nach Cavaillon mit der Paris-Lyon-Mittelmeerbahn verbunden. Der größtenteils gut gebaute Ort zählt (1876) 4278 (Gemeinde 5687) CE. und betreibt einige Industrie in Destillation, Hut⸗, somie 90 Kerzenfabrikation und Seidenfilaturen owie Ronntn mit Korn, Wein, Branntwein, Trüfeln, Konfitüren, Südfrüchten u. s. w. Bis zur evolution war A. Sit eines Bischofs. Im Altertum war Apta Hauptstadt der Vulgientes im Narbonensischen Gallien. Julius Cäsar verschönerte die Stadt, machte sie zur röm. Kolonie und gab ihr den Beinamen Julia. Von Germanen und Sarazenen verheert, verfiel die Stadt, kam 1218 in den Besitz der Grafen von Provence, von denen sie wieder feste Mauern erhielt, die zum Teil noch stehen, und fiel 1481 an die franz. Krone. Die Kathedrale erhielt im 8. Jahrh. die Reliquien der heil. Anna und ward 1660 von Anna von Hsterreich mit einer massiv-goldenen Säule beschenkt. In ihrer Krypta finden sich noch Reste von alten Gewölben, Nischen, Aquädukten, Mosaik⸗ und Marmorarbeiten. Außer unbedeutendern Altertümern aus der Römerzeit befindet sich eine dreibogige Brücke, deren —.. — Bogen eine Spannung von mehr als 16 m hat, ungefähr 4 km von der Stadt entfernt. sind Tiere, die sich von ihren geflügelten Verwandten durch den Mangel oder die Verkümmerung der Flügel auszeichnen, wie z. B. die flügellosen Weibchen mancher Schmetterlinge. Sodann hat man aber früher aus verschiedenen Insekten, die nur flügellos vorkommen, eine eigene Ordnung zusammengestellt, welche man A. nannte und wozu man die Läuse, Pelzfresser, Flöhe, Springschwänze (Thysanura) u. s. w. rechnete. Jetzt betrachtet man diese flügellosen Insekten teils, wie die Springschwänze und Flöhe, als eigene Ordnungen oder teilt sie nach der Bildung ihrer Mundwerkzeuge und Beine, nach ihrer Entwickelung und Anatomie verschiedenen Ordnungen zu, wie z. B. die Läuse den Schnabelkerfen (Rhynchota), die Pelzfresser den Geradflüglern (Orthoptera) u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 789Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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