FeedAsphaltplatte
Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Asphaltplatte, f. Die Beimengung von Kies u. Sand zum Asphalt bei Herstellung von Isolirschichten hat den Nachtheil, daß bei eintretenden Bewegungen des Mauerwerks Risse etc. entstehen. Den Wunsch, diesen Uebelstand zu beseitigen, führte die Fabrik von Bösschen und Hoffmann in Eberswalde zu Herstellung von Asphaltplatten, welche aus Asphaltschichten mit einer langfaserigen Einlage bestehen und daher eine gewisse Dehnbarkeit haben. Sie werden in der Regel ,81 m. breit u. m. lang gefertigt, doch auch auf Bestellung in anderen Maäßen u. gelangen lose gerollt, od. flach auf einander gelegt und durch Sand von einanderisolirtzu Versendung. Wenn sie dabei durch Kälte steif geworden sind, so müssen sie vor dem Aufpacken und Verwenden gelinde angewärmt werden. Die Verlegung selbst geschieht so, daß ihre Ränder sich 5—em breit überdecken und mittels erhitzten dazwischen gestrichenen Asphaltkittes verklebt werden. Dann wird die Ueberlappung mittels eines 6—8 kg. schweren, an eiserner Stange befindlichen warmen Eisens überbügelt, nachdem sie reichlich mit trockenem Sand bestreut worden ist, u. dann nochmals mit steiferem Asphalt überstrichen. Bei Belegung von Dächern, Gewölben etc. werden etwaige, der Wasserableitung dienende Metallröhren ringsum mit A. umgeben. Ueber d. Verwendung behufs Trockenlegung v. Kellern etc., s. d. Art. Asphalt V.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 169Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Handwerk & Gewerbe 6