Aufgebevorrichtung, f., frz. appareil-chargeur, m., engl. charging-apparatus (Hüttenw.). Nachdem der ! Schachtofen (Hohofen) vollständig ausgeleert ist, werden die Schichten von Erzmasse und Brennmaterial in gewissen Verhältnissen in den Ofen eingetragen. Dies geschieht entweder einfach mit Trögen in die offene Gicht des Ofens oder, um die sonst abziehenden Gase zum Vorwärmen der Gebläseluft zu benutzen, mittels einer Aufgebevorrichtung, wie aus vielen eine gut bewährte in Fig. 277 dargestellt ist. ist die Gichtöffnung des Hohofens, B ein Trichter, in welchen mittels Karren od. Hunden (s. d.) Erz und Brennmaterial eingetragen wird; Oeine bewegliche Glocke, die mit dem feststehenden Rohr Deinen Wasserod. Sandverschluß bildet u., nachdem der Trichter Bringsum gefüllt ist, emporgezogen wird. Eist das Abzugsrohr für die heißen Gase, die man von da in einen Winderhitzungsapparat (s.d.) leiten kann. Fist eine Klappe, um die Gase auch direkt ins Freie lassen zu können. nufgehen, pass. Z., 1. frz. lever, bouffer, foisonner, engl. to swell, to riseé, to ineréase, auch ausgeben, gedeihen; so benennt man das Quellen des Kalkes beim Löschen; s. d. Art. Kalk und Anschwellung 2. — 2. Aufgehen, n., ausgegrabener Bodenmassen, frz. koisonnement, m., engl. swell, auch Wachsen etc. nennt man die Vermehrung des Volumens gewachsener (d. h. seit Jahrhunderten an demselben Orte ungestört verbliebener) Erdschichten, welche ausgeschachtet und an anderer Stelle wieder abgelagert werden. Dieses A. ist bei verschiedenen Bodenarten verschieden groß, und hat man bei Erdbauten ! besondere Aufmerksamkeit hierauf zu richten. Sie ist kein bleibende, sondern verschwindet im Laufe eines bis zweier Jahre durch das Zusammensetzen größtentheils wieder, und man schüttet deshalb z. B. Eisenbahn-und Straßendämme je nach der Schüttungsmethode mehr od. weniger, durchschnittlich aber w10% höher, als das Längenprofil derselben erfordert. F½.] — 3. Das Sichöffnen einer Thüre, eines Fensters, z. B. die Thüre, das Fenster geht nach innen oder nach außen auf. Bei zweiflügeligen Fenstern bleibt der Mittelstab entw. stehen od. geht mit auf, dann ist in der Regel der aufgehende Stab, frz. faux meneau, m., engl. dead mullion, der rechte Höheschenkel des linken Fensterflügels. nufgehenkelt, adj., heißen Maschinen oder Gefäße, die mehrere eiserne Reifen oder Bänder haben. nufgewältigen, akt. Z. (Bergb.), s. aufräumen 3. nufgeworfenes Eisen, Meißel, Raspel etc., Werkzeug, frz. Outil Coudé, engl. bent chisel ete., heißt ein solches, welches ein Stückchen über der Schneide im Winkel gebogen ist; namentlich bei Bildhauern, Formschneidern etc. in Gebrauch.