Berghund, m., franz. chien, m., engl. miner's truck (Bergb.), Karren, in denen Erze und Gesteine gefördert werden; s. d. Art. Hund. Man unterscheidet den ungarischen Hund, den deutschen Hund und den Schlepp- und Flötzhund. Der ungarische Hund läuft ohne Leitvorrichtung auf Bretern von 26—36 em. Breite und 2, bis 3,5 em. Stärke, am besten aus hartem Holz. In Freiberg faßt der Hund 3 Kübel oder 0, Kbm., so daß die Last auf 3—4 Ctr. anzunehmen ist. In Schemnitz in Ungarn soll die gewöhnliche Last 6 Ctr., sogar manchmal 9 Ctr. betragen. — Im Harz hat die Last gegen 6 Ctr. Gewicht. Fig. 532 zeigt die Konstruktion eines solchen Hundes, wie er früher überall als Förderhund gebräuchlich war. Neuerdings hat man für Förderlängen von über 100m. überall Schienen eingeführt, in denen die Hunde eine sichere Leitung haben.Der Schlepp-od. Flötzhund isteigentlich mehr ein Schlepptrog mit Walzen oder Rädern statt der Kufen und wird örtlich in niedrigen Abbauen bei sehr flachem Fallen, z. B. im Mansfeldischen und Schaumburgischen, angewendet. Jeder Hund kann vorn geöffnet werden u. ist auf der entgegengesetzten Seite mittels Charnieren mit dem Gestell verbunden. — Ueber Tage hat man auf Berg-⸗ u. Hüttenwerken neuerdings ganz eiserne Förderhunde, die auch seitlich ausschütten. 827.)