FeedBeschlickung
BaukunstBau-Lexikon 1881

Beschlickung, Beschlötung, k. (Wssrb.), das künstlich beförderte Anhäufen od. Ansetzen von Schlick auf dem Boden der Flußbetten u. das Anhängen des Schlicks an Schleusenthüren etc. Vgl. d. Art. Aufschlickung u. Anhägerungsarbeiten. Wenn ein genügend breites und konsistentes Vorland (Schlickwatt) bereits vorhanden ist, welches schon außer der täglichen Flut liegt, braucht man blos dasselbe zu begruppen, d. h. man zieht (schließt) vom Deichfuß bis an den Schlick in Entfernungen von ca. 8 m. Gräben von 2 m. Breite und 1 m. Tiefe, indem man die dadurch gewonnene Erde auf das Terrain vertheilt. Die durch die Fluten allmählich mit Schlick sich füllenden Gräben werden von Zeit zu Zeit ausgeschlötet (geschlämmt) und das Ausgehobene ausgebreitet, bis dadurch das Terrain die gewünschte Höhe erhalten hat.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 356Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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