Anschwemmungsboden, m., franz. gratin, m., engl. Warp. 1. Die durch natürliche Anschwemmungen abgelagerten Sinkstoffe und Geschiebe; den A. erkennt man in der Regel durch die Art der Schichtungen, bei denen die größeren und schwereren Brocken stets zu unterst liegen. Der A. unterscheidet sich hierdurch von den Moränen (s.d.), bei welchen die einzelnen Körper regellos durch einander geworfen sind; s. auch d. Art. Alluvialschicht, Diluvium. — 2. Die künstliche Erzeugung des A., engl. warping, geschieht bei, Bewässerung“ der Wiesen (s.d.) hier u. da auch bei Verbesserung der Vegetationskrume magerer, sandiger Felder. Man ahmt die natürliche Ueberflutung nach, wie sie der Nil von selbst vollzieht. Während des kurzen Aufenthaltes des Wassers auf den Grundstücken lagert dasselbe die mitgebrachten Theile ab, deren Höhe mitunter bis zu 25 mm. beträgt. Durch solchen in Zeit von 10—12 Jahren sich um mehrere im. erhöhenden A. konnten ertragsunfähige Sandflächen ca. 12 Jahre lang lohnend bebaut werden. Hawke empfiehlt, das so überschwemmte Land 5—6 Jahre hindurch anzubauen und dann in Wiesen zu verwandeln, weil diese die Vortheile des warping weit beständiger genießen können als der zu beackernde Boden (s auch d. Art. Verlandungen. (v. WHy..