Bitterkalk, m. 1. Rauhkalk, m., Rauchwache, f., Dolomit, Onacker, n., frz. dolomie, f., chaux f. carbonatée magnésifere, engl. dolomite, magnesia-limestone, besteht aus kohlensaurem Kalk u. Talk; krystallisirt als Bitterspat (sd.), ritzt Kalkspat; bei der chemischen Zusammensetzung herrscht Bittererde vor; vorzügliche Anwendung findet er in Ziegeleien, da er, unter das aus Thon und Sand gemengte Ziegelgut gemischt, die Verhärtung od. Verglasung der Ziegel herbeiführt. Feste Varietäten aus Dolomit lassen sich zu Werkstücken verwenden; fester und fast reiner weißer Dolomit dient sogar zu Bildhauerarbeiten, auch vive, heißt auch hier und da der frisch gelöschte Kalk.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 390Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei