FeedBlattgold
Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Blattgold, Blättchengold, Goldblatt, n., Goldfolie, f., frz. or m. battu, or d'applique, or en feuilles, engl. beaten gold, gold-leaves, leaf-gold, span. pan de oro, äußerst dünn geschlagene Goldblättchen, welche von Vergoldern, Malernetc. gebraucht! werden. Man unter scheidet im Handel: a) Pariser Gold, Franzgold ld frz. orem feuilles pale, engl. french beaten gold, enthält 5 Silber, 1—2 Kupfer, 93—94 Gold; b) grünes oder englisches Blattgold, frz. or en feuilles anglais, engl. pure beaten gold, british beaten gold, besser, fast rein. Das Blattgold beider Sorten muß gegen das Licht gehalten smaragdgrün erscheinen u. darf sich nur in Königswasser auflösen, während das mit Kupfer gemischte (s. unter c) sich in Scheidewasser auflöst. Es kommt in Blättchen von 25 bis 50 qem. in den Handel. 250 machen ein Buch, eingelegt zwischen mit Bolus eingeriebenem Papier, in 12 Büchelschen von 21 Blatt. 1 g. Gold giebt 3500—5000 dem.; weiteres s. im Art. Vergoldung; e) das unechte Blattgold, auch Metallgold, Goldschaum od. Blattmetall (s. d.)frz or m. demi-fin oder faux en feuilles, engl. dutch gold, leaf-brass, leaf-metal, ist in der Regel aus Tombak, selten aus Messing, geschlagen. 1 Büchelchen enthältgbis 21 Stück, 12 Büchelchen bilden 1 Päckchen, 10 Päckchen — Pack à 1080 bis 2520 Blatt. Hlattgrün, n., als Farbstoff, s. Grün u. Chlorophyll.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 397Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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