Brasilienholz, n., frz. bois m. de Brésil, engl. Brazil, brasil, brasiLWood, I. rothes, Rothholz, Fernambuk-„Sapanod. St. Marthenholz. Unter diesen Benennungen erhalten wir mehrere Holzarten, die sämtlich von der Gattung Caesalpinia (Fam. Hülsenfrüchtler) abstammen: a) Fernambuk, jrz. bois de Fernambouc, engl. Pernambucco— Wood (Caesalpinia brasiliensis echinata, crista), von Farbe abwechselnd roth, bald mit gelben Adern, bald gelbbraun od. dunkelroth; das mit grauen u. olivenfarbigen Adern durchwachsene, wellenartig schattirte ist das geschätzteste; die Politur nimmt dieses Holz gut an. Das echte B. ist nur mittelmäßig dick u. giebt beim Kauen dem Speichel eine saftrothe Farbe; in der Bearbeitung gleicht es dem Mahagoniholz, auch wird es an der Luft nicht schwarz. b) Lamourer Brasilienholz, Liamoner Brasilienholz, Allerheiligenholz (Caésalpinia brasiliensis), Holz tiefroth, mit der Zeit dunkler werdend, sehr fest, schwer, läßt sich gut bearbeiten. e) St. Marthenholz, Brasilienholz von St. Martha (Caèsalpinia brasiliensis St. Marthae), auf der Insel St. Martha, zu den Antillen gehörig, ist schmutzig dunkelroth, mit tiefen Furchen; an Farbegehaltsteht es dem Fernambuk bedeutend nach. Mit dem Namen Stockfischholz bezeichnet man die dünnen, schwachen Stücke. d) Brasiletholz, frz. Présillet, m. (Caesalpinia vesicaria), kommt von den Antillen, das Holz ist röthlich, hart u. nimmt feine Politur an, doch bleibt es immer das schlechteste unter dem B. u. wird deshalb auch Luftholz genannt; der Stamm ist gewöhnlich gewunden u. hat sehr starken Splint; verfälscht durch das Holz v. Brasiliastrum comoeladia, aculeataac. e) Sapanholz, rothes Sandelholz, Farbe- u. Brasilienholz, frz. bois de Sapan, engl. Sapan-wood (Caesalpinia Sapan und Ptérocarpus santalinus), in Ostindien heimisch. Bei jungen Bäumen ist das Holz weiß, bei älteren der Kern roth, dasselbe ist feiner und schwerer als Fernambuk und kommt in Blöcken und dünneren Stücken in den Handel. Man unterscheidet hierbei: e) Sapon oder Sopan Siams, scharlachroth, die beste Sorte. 6) Bimas Sapan, hochroth, ist nicht so gut. )) Sapan Java u. Sapan China, frz. bois du Japon, Mittelsorte, auch wohl fälschlich Japan-Rothholz, von Caésalpinia Sapan in Ostindien u. den Sunda-Inseln. 3) Sapan Padangs, das schlechteste. — 2. Gelbes Brasilienholz, Gelbholz, Fuchtikholz, Foßtickholz, vom Färbermaulbeerbaum (Morus tinctoria, Fam. Nesselgewächse), frz. bois futique, engl. old fustic, in Westindien u. Südamerika. — 3. Weißbrasilienholz, kommt sehr wenig vor, doch nennt man so das junge Holz des Sapanbaumes.