Atlasholz, n., auch Satin., SeidenSatinet- od. Feroleholz genannt, frz. bois m. satiné, engl. satin-wood, kommt theils von einer auf den Antillen u. Guayana einheimischen Gattung d. Rosaceen, ferolia guianensis Aubl., theils von chloroxylon swieétenia, einer Cedrela Ostindiens. Diese sehr geschätzten Hölzer werden in so verschiedenen Farbennuancen gefunden, daß wir hier nur die vorzüglichsten Sorten anführen können. Das Holz der Ferolia ist hart, dicht, schwer und gelblichroth, dasjenige von chloroxylon grünlichgelb. Auch das Holz des Elsebeerbaumes geht mitunter unter jenem Namen. Man unterscheidet im Handel, ohne Rücksicht auf die vielfach noch unbestimmte Herkunft, folgende Sorten: a) RKanariengelbes Satinholz. Durch auffallend schmale Jahrringe u kleine Spiegel erhält es seidenartigen Glanz; läßt sich sehr gut bearbeiten, und man fertigt aus ihm, bes. in England und Frankreich, die kostbarsten Möbels; nach Deutschland kommt es seltener. Es hat oft große Ahnlichkeit mit Nußbaumholz. b) Hellgelbes Satinholz ist von hellerem Gelb und vielfach geadert. Die französischen Arbeiter unterscheiden: bois marbré oder colorié, mit weißem Grund; bois bénoit, fin, mit gelbem Grund; bois satiné, mit rothem Grund. Kernporen und Fasern machen es dem weißen Holz des Zirbelbaums ähnlich. Es hobelt sich sehr gut und kommt in großen Blöcken in den Handel, die aber oft bis auf den Kern wurmstichig sind. c) Das rothe Satinholz ist von außerordentlicher Schönheit, von dem schönsten Purpur u. braun geadert; da aber seine Adern nur klein u. die Züge, welche ihm atlasartiges Ansehen geben, ungemein zart sind, wird es nur zu kleinen Gegenständen verarbeitet. d) Das kastanienbranne Satinholz ist fast ohne Adern; außerdem giebt es noch ö e) eine hellbraune Sorte mit schwarzen Adern. W7.