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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Buchsbaum, m. (Buxus sempervirens, Fam. Euphorbiaceae, Wolfsmilchgewächse), frz. buis, m.ßengl.boxtréee. Das Holz ist in Europa unter allen Hölzern das schwerste. Der Härte, Festigkeit u. Feinfaserigkeit wegen läßt es sich sehr schön poliren, doch wird es wegen seiner an sich schon lebhaften gelben Farbe selten gebeizt. Es wird zu Zollstäben, Mäßstäben, mathematischen Holzinstrumenten u. Fournieren sowie von den Holzschneidern zu ihren Blöcken verwendet. Spezifisches Gewicht trocken 0,91—10o, frisch 1,023 — 1,041, absolut also 910 1041 kg. pro ebm. Hochstämmiger Buchsbaum, buxus arborescens, wächst im südlichen Europa, bildet häufig eigene Wälder u. wird bis zu 5 m. hoch. Die besten Buchsbaumstämme kommen aus dem südlichen Frankreich und Italien, die meisten jetzt aus Kleinasien. Zahlreiche Stämme kommen auch von Nordafrika, dem Schwarzen Meer und von Westindien. Die Blätter sind immergrün, oval, fest und dick. Die Rinde ist braun und hart. Der Buchsbaum dient als Zierde in Gärten, weil er sich in alle Formen schneiden läßt. Als Zwergbuchsbaum wird er höchstens 60 em. hoch u. dient zu Einfassung von Gartenbeeten.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 542Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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