Arsaciden ist der Name der Könige des Parthischen Reichs, das 256 v. Chr. dun Arsaces I. begründet ward, indem derselbe die Landschaft Parthien (s. d.) von der Herrschaft der Seleuciden beeite und das günstig gelegene Hekatompylos oder aga dur Hauptstadt seines Reichs erhob. Er vererbte letzteres 253 v. Chr. auf seinen Bruder Arsaces II. Tiridates, welcher ihn bei seiner Empörung unterstützt hatte. Dieser, der eigentliche Gründer der parth. Macht, befestigte sie gegen Syrien 238 durch seine Siege über Seleukos Kallinikos und starb 216. Ihm folgten Arsaces III. Artabanus I. (gest. 196), Arsaces IV. Phriapatius (gest. auf des letztern thatkräftiger Bruder Arsaces VI. Mithridates I. zur Regierung Cuphrat welcher alle Länder zwischen Indus und hrat seiner Herr-Welt unterwarf, das Parthische Reich zu einem Weltreiche erhob und als der bedeutendste unter allen A. 136 starb. Sein Sohn Arsaces VII. Phraates II. (gest. 127) nahm Babylon (133) ein und befreite durch seinen Sieg über Antiochos Sidetes (131) das Parthische 1.2 auf immer von den Angriffen der syr. Könige. Dagegen beginnen um diese Zeit die Kriege mit den Nomadenvölkern des Innern Asiens, welche erst durch wiederholte Siege in Beman IX. Mithridates II. (gest. 87), mit dem Beinamen des Großen, beendet wurden. Letzterer erhielt jedoch im Westen einen neuen mächtigen Rivalen an Tigranes I., König von Armenien; in Berdi er 92 zum erstenmal mit den Römern in Berührung. Nach dem der Reate des Reichs von Pontus (69), während der Regierung des Arsaces XII. Phraates III., wurden die Parther und Römer Grenznachbarn, was nun zu wiederholten Kämpfen zwischen beiden Nationen Veranlassung bot. Der erste röm.⸗parth. Krieg wurde 53 v. Chr. von Arsaces XIV. Orodes I. 37 v. Chr.) gegen Crassus gefuhrt, welcher bei Carrha Schlacht und Leben verlor; bald folgte diesem ein zweiter zwischen Arsaces XV. Phraates IV. (gest. 4 n. Chr.) und Antonius. Unter den spätern A. hatte Arsaces XXIII. Vologeses I. (gest. 90) 56— 64 n. Chr. wegen Armenien einen mißlichen Krieg mit den Römern zu Ir ve usoige XXV. Chosroes I. (gest. 121) verlor infolge unglücklicher Kämpfe gegen Kaiser Weiche (115 und 116) Mesopotamien und Assyrien, welche Länder er jedoch bereits 117 unter Hadrian wiedererlangte. Ar-Sces XXVI. Vologeses II. (gest. 192) und Arsaces VIII. Vologeses III. (206—9) führten ebenfalls unglückliche Kriege mit den Römern, ersterer mit L. Verus, letzterer mit Severus. Der letzte A., Arsaces XXIX. Artabanus IV., wurde durch Artaxerxes (Ardeschir), den Stammvater der Sassaniden, 226 n. Chr. vom Throne gestürzt und das Parthische Reich, an dessen Stelle nun das zweite IDuellen trat, damit vernichtet. Es existieren weni ellen über die Geschichte der A., vieles ist dunkel, selbst die Chronologie. Mit diesen A. sind nicht zu verwechseln die minder bekannten A. Armeniens, die von den parthischen abstammen. Vgl. Vaillant, „Arsacidarum imperium (2 Bde., Par. 1725); Longperier, Sur les monnaies des rois Arsacideso (Par. 1854); Schneiderwirth, Die Parther oder das Neupers. Reich unter den N. v (Heiligenst. 1874).