Artaxata (armen. Artaschat) hieß die nach Hannibals Plan erbaute und befestigte, ganz von Wasser umgebene neue Residenz im mittlern alten Armenien, die um 180 v. Chr. nach Herstellung des Reichs durch Artaxias an die Stelle der ältesten, in der at. Pach de gelegenen Hauptstadt Armawir trat. Nach der Zerstoörung von A. durch Neros Feldherrn Corbulo, 58 n. Chr., wurde in der haro die neue Residenz Valarschapat oder Wagar U½ erbaut, die bis ins 5. Jahrh. bestand. Die Ruinen heißen noch jetzt Ardaschir; die Stätte von Armawir sucht man 7 km östlich vom jetzigen Surmali. Der jetzige volks⸗ und verkehrsreiche Ort Wagharschapat, im russ. Gouvernement Eriwan, wurde 524 neben dem armen. Patriarchatskloster Etschmiadzin, in 895 m Höhe, gegründet. rtaxerxes (altpers. Artakhsathra, der Großmächtige) ist der Name dreier pers. Könige. A. I. (465—424), mit dem Beinamen Langhand, bestieg den Thron nach der Ermordung seines Vaters Xerxes' I. und seines ältern Bruders Darius gleich Artaban und mehrere Mitverschworene. Soglei nach seiner Thronbesteigung fiel Agypten ab (464), sein Feldherr Artamenes wurde von den Agyptern und Athenern geschlagen (463). Auch Hartrien war abgefallen; dem Megabyzus gelang es jedoch, dieses zu unterwerfen, worauf er auch 460 Agypten wieder unter pers. Botmäßigkeit brachte. Der Satrap empörte sich gegen den König und Athen letztern zu einem AH Ein mit then auf Cypern geführter Krieg (459) endete mit einem Vertrag, der den griech.⸗asiat. Städten die Autonomie sicherte, welche jedoch A. 452 wieder nahm. Ein neuer unglücklicher Krieg mit den Athenern unter Cimon endete 449 mit einem schimpflichen Frieden. Ihm folgte nach den kuren Regierungen seiner Söhne Xerxes II. und Se-Wm sein unehelicher Sohn Ochus, unter dem amen Darius II. — A. II., früher Oarses, Sohn Darius' II. und der Parysatis, + seines guten Gedächtnisses Mnemon altpers Abiyàtaka) genannt (405—359). Sein Bruder Cyrus machte ihm den Thron streitig; er besiegte diesen 400 in der Denar bei Cunaxa. Nach diesem Bruderkriege begann der innere Verfall des Reichs; die Satrapen bekriegten sich unter sich, und A. war enötigt, gegen die Lacedämonier die Hilfe des theners Konon anzurufen. Endlich schloß A. den vorteilhaften Frieden des Antalkidas mit Sparta, welches die griech.⸗asiat. Städte und Cyprus an Persien auslieferte; doch war A. 375 genötigt, diesen Staaten die Freiheit zu geben, um einen dennoch unglücklichen Krieg gegen Neltanebus von Agypten führen zu können. Innere Zwistigkeiten und Rer. . e Palastrevolutionen verbitterten sein Alter. Sein Leben hat Plutarch beschrieben. — A. III. achl (altpers. Vahukha), des letztern Sohn und Nachfolger (359 — 338), unterwarf wiederum Agypten, welches 63 Jahre (413 —350) unabhängig Danm 5 war, durch die Schlacht bei Pelusium. Dann brachte er Phönizien zum Gehorsam, verübte aber in beiden Ländern unerhörte Grausamkeiten. Auch ließ er den Apis schlachten und zum Mahle zubereiten. Sein Feldherr Bagoas vergiftete ihn (338); sein Leichnam wurde den Katzen vorgeworfen, und aus seinen Gebeinen fertigte man Säbelgriffe. Ihm folgte sein Sohn Arses (338 — 336). — Die neuderh Geschichtslegende hat die drei A. in Eine Person zusammengeworfen, welche sie Ardeschir-Derazdest (Langhand) nennt. Der Stifter der Ra der Sassaniden (s. d.), von den Römern A. genannt, hieß ebenfalls Ardeschir, mit dem Beinamen Babegãn.