FeedAstrolabium (grch.)
HimmelskundeBrockhaus 1882

Astrolabium (grch.), auch Planisphärium, Analemma oder Winkelmesser, heißt ein Instrument, welches dazu dient, um Winkel nach Grabaren, oc, versehen war. Er wurde an dem kleinen Ringe d aufgehängt, sodaß er in eine vertikale Stellung kam, und diente dann zur Messung von Höhenwinkeln. Jetzt besteht das A. gemeiniglich aus einer horizontalen Metallscheibe, die einen Halbkreis bildet und auf ihrem äußersten Umfange jene Einteilung hat. Durch eine besondere Vorrichtun (Nonius oder Vernier, früher durch Transversalen) kann eine große ber-21 in dem Abnehmen der Winkel erreicht werden. Auf jener Scheibe sind zwei Absehlineale (Diopterlineale), gewöhnlich mit zwischenliegenden Fernröhren, angebracht. Eins derselben b in der Richtung des den Halbkreis begrenzenen Durchmessers fest; das andere bewegt sich um den Mittelpunkt des Instruments. dem man von dem eitelyunkte eines Winkels aus nach wei in den Richtungen seiner Schenkel befindlichen sesen Punkten visiert, wird auf der Scheibe des Mus des 5. ein Bogen abgeschnitten, welcher das aß des Winkels ist. In der neuern Astronomie bedient man sich dieses Werkzeugs nicht mehr, da man jetzt die viel bessern Theodoliten (s. d.) hat; wohl aber in der angewandten Geometrie. Die Erfindung, das A. bei der S —7 anzuwenden, machten die Arzte Roderich und Joseph sowie gleichzeitig Martin Behaim aus Nürnberg, als Joscher II., König von Portugal, die Angabe eines chern Mittels wünschte, wodurch man der Gefahr entginge, sich auf der See zu verirren. Sie lehrten wie man durch das A. auch ohne Magnetnadel au der See wissen könne, in welcher Gegend man sei. Auch in der Marine ist das A. durch den viel genauern Sextanten längst verdrängt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 101Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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