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HimmelskundeBrockhaus 1882

Algol, der Stern ß im Sternbilde des Perseus (AR. 3u Om 28, Déecl. + 40 28 für 1875,0), welcher sich dadurch auszeichnet, daß er veränderliches Licht hat. Diese Veränderlichkeit wurde zuerst 1667 von Geminiano Montanari entdeckt, später auch von Maraldi, aber erst Goodricke bestimmte 17² die Periode derselben. Diese ist gegenwärtig 2 Tage 20 St. 40 Min. 51,9 Sek., jedoch glaubte Argelander, daß sie früher etwas größer gewesen, was sich dadurch erklären läßt, daß sich der Stern entweder der Erde von Jahr zu Jahr um 3700 km mehr nähert oder sich um 3700 km weniger von der Erde entfernt. In der Periode der Veränderlichkeit ist der Stern 2 Tage 13 St. von gleicher Helligkeit und von der Größe 2½ innerhalb der übrigen 7—8 St. nimmt er ab bis zur 4. Größe und wächst dann wieder bis zur 2½, jedoch ist die Ab⸗ und Zunahme nicht ganz regelmäßig.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 414Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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