FeedAtome
NaturlehreBrockhaus 1882

Atome nennt man in der Wge die kleinsten, weder auf mechan. noch chem. Wege weiter zerlegbaren Teilchen der Materie, während man mit Atomgewicht die kleinste relative Menge bezeichnet, mit welcher A. in Verbindungen eintreten. Die A. ziehen sich gegenseitig an, und zwar sowohl Durch Ausg wie ungleichartige, und vereinen sich durch Ausgleichung dieser Anziehungskraft zu Verbindungen, die man Moleküle (s. d.) nennt. Infolge dessen können A. auch nicht im Lerbit ustande existieren; werden sie aus ihren Verbindungen abgeschieden, so gehen sie entweder sofort mit andern fremdartigen A. neue Verbindungen ein, oder es vereinen sich mindestens zwei glei artige A. zu einem Molekül. Reagiert z. B. 1 Molekül Zink, welches aus 2 Zinkatomen +u In besteht, auf 4 Moleküle Waeron von denen jedes 1 A. Chlor und 1 A. Wasserstoff enthält, so werden dabei die 2 Zinkatome durch die größere Affinität, welche die Ch oratome ausüben, auseinandergerissen, jedes Zinkatom vereint sich dabei mit 2 Chloratomen zu 1 Molekül Cblorwaf während die 4 Waseerstosatome des C lorwafferstoffs sich zu 2 Wassersto molekülen verbinden, wie folgende Gleichung ausdrückt: Zu In + 4HCI= Nach obiger Definition kann ein Atom immer nur das denkbar kleinste Teilchen eines einfachen Kör½ oder Elements (s. d.) sein. Manche Chemiker ezeichnen aber auch gewisse Atomverbindungen, welche bei chem. Reaktionen auf gleiche Weise wie A. funktionieren, als A.; so spricht man von einem Atom Methyl und versteht darunter die Verbindung von 1 Kohlenstoffatom mit 3 Wasserstoffatomen. Diese Ausdrucksweise ist jedoch nicht zweckmäßig, da sie gegen den Begriff des Atoms ver1* Über das Weitere s. unter Chemie. tomgewicht, s. unter Atome und Chemie.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 153Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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