Ammonium, eine Verbindung von 1 Atom Stickstoff mit 4Atomen Wasserstoff NHI, welche bislang im freien Zustande noch nicht hat dem Mötwerden können, deren Existenz aber aus dem Vorlelgert we einer sehr großen 0n von Körpern geolgert werden muß, deren Konstitution die An-ERen einer solchen Atomgruppe erheischt. Es verält sich in diesen Körpern das A. in allen Bezieungen den Metallen analog und kann als ein zuammengesetztes Metall betrachtet werden. In Verbindung mit Quecksilber, als Ammoniumamalgam, erhält man es, indem man Natriumamalgam mit Chlorammoniumlösung übergießt, oder indem man eine Lösung von Chlorammonium der Elektrolyse unterwirft und dabei den negativen Pol in Quecksilber eintauchen läßt. Das Ammoniumamalgam, welches etwa 0,1 Proz. A. enthält, bildet eine schwammige, butterweiche, in großer Kälte krystallinisch erstarrende Masse, welche bei gewöhnlicher Temperatur, sobald sie dem Bereich des elektrischen Stroms entzogen i sich in Quecksilber, Wasserstoff und Ammoniak zersetzt, wobei auf 2 Volumen Ammoniak 1 Volumen h auf ein frei wird. Seine Verbindungen leiten sich auf einfachste Weise vom Ammoniak her, dessen wässerige Lösung als Ammoniumoxydhydrat zu betrachten ist: Das Ammoniumo Surga oder Ammoniumhydroxyd verhält sich durchaus analog dem Kaliumoxydhydrat, es ist wie dieses ein starkes Alkali, es verbindet sich wie dieses mit Säuren zu Salzen, die in fast allen ihren Eigenschaften den Kaliumsalzen leich sind und sich von diesen nur dadurch unterscheden, daß die aus ihnen abgeschiedene Base 75 in Ammoniak und Wasser spaltet. Folgende Zusammenstellung der entsprechenden Verbindungen wird den Zusammenhang derselben zeigen: K OH Kaliumoxydhydrat. NH4 1 Ammoniumoxyd-K ONG2 Salpetersaures Ka⸗ NHA ONO2 Salpetersaures lium Ammonium K2 804 Schwefelsaures Ka⸗ ETAmmon Schwefelsaures ium monium Ebenso wie sich das Ammoniumoxydhydrat durch direkte Verbindung des Ammoniaks mit den Elementen des Wassers bildet, so entstehen die Ammoniumsalze durch Verbindung des Ammoniaks mit den Säuren, so das Chlorammonium aus Chlorwasserstoffsäure und Ammoniak: das schwefelsaure A. aus Schwefelsäure und Ammoniak: Abweichend hiervon verhält sich das Ammoniak bei der Einwirkung auf die Säureanhydride. Es entsteht dabei zwar ebenfalls ein Ammoniumsalz, aber nicht das der angewandten Säure, sondern das einer Aminsäure, indem 2 Moleküle Ammoniak dabei so verwendet werden, daß sie sich in die beiden Atomgruppen NH- und NII. verwandeln, von denen erstere in die Konstitution der neuen Säure bnder während letztere als A. sich mit dieser verbin 220 liefert 1 Molekül Ko Rolekul Carbaminmit 2 Molekülen Ammoniak 1 Molekül carbaminsaures A.: Die Ammoniumverbindungen, vielfach auch