braunbeizen, braunmachen, brannen, brüniren, akt. Z., frz. brunir, engl. tobrown (Metallarb.). Des Brünirens bedient man sich, um bei Eisenarbeiten, bes. bei Ornamenten, Beschlägen, Flintenläufen etc., das Metall vor tiefer greifender Oxydation zu schützen, indem man die Oberfläche des Körpers miteiner dünnen Oxyoschicht künstlich überzieht. Zum B.der Flintenläufe wandte man früher Antimonbutter (Antimonchlorid) an. Man vermischte das Antimonchlorid mit Oel u. rieb das Eisen wiederholt damit ein, bis der Ueberzug stark genug erschien. In neuerer Zeit wendet man statt der Antimonbutter Chlorzinklösung mit gutem Erfolgan. Gute Ueberzüge liefert auch hundertfach mit Wasser verdünnte Salpetersäure, mitwelcher man das Metall mehrmals bestreicht, jeden einzelnen Anstrich aber trocken werden läßt. Wenn 1 Theil Eisenvitriol in 20 Theilen Wasser gelöst u. dieser Lösung etwas Schwefeläther zugesetzt wird, so erhältman eine zwar gute, aber sehr langsam wirkende Brünirungsflüssigkeit. S.