Attelage (frz., d. h. Anspannung), im militärischen Sinne, umfaßt die zur Fortschaffung der Fahrzeuge, einschließlich der bespannten Geschütze, erforderlichen Zugtiere mit ihrer Beschirrung. Als Zugtiere wählt man in den meisten Ländern Pferde, in füdl en, zugleich gebirgigen Gegenden (3. B. Spanien 965 aultiere. Müssen die Fahrzeuge in schnellerer Gangart und außerhalb der Straßen bewegt werden, so rechnet man pro Pferd 250 — 300 Eg, andernfalls bis 500 kg Last. Hieraus ergibt sich für ein gegebenes Gewicht des Hie eugs die Stärke der Bespannung. Manövrierfähige Fahrzeuge dürfen mit Wuicht g acht Pferden —½ sein, man geht selbst nicht gern über die 0 sechs das zulässige Maximum der Last; zwei Pferde spannt man gewöhnlich nebeneinander, vier und mehr Pferde werden paarweise voreinander gespannt. In den großen Tiefebenen des nordöstl. Europa spannt man wohl auch eine größere Zahl als zwei Pferde nebeneinander. In neuerer Zeit gibt man dem ir der Schuter welches den Pferden gestattet, mit der Schulter zu ziehen, den Vorzug vor dem mehr die Brust in Anspruch nehmenden Sielengeschirr. Die Taue der vordern Pferdepaare werden entweder bis zum Vorderwagen durchgeführt oder mit einer am vordern Ende der Deichsel angebrachten Vorderbracke verbunden. Zweispännige Fahrzeuge werden vom Bocke aus, vier⸗ und mehrspännige vom Sattel gefahren. Attemperieren (lat.), mäßigen, lindern, langsam erwärmen. Attemperätor (Wärmer), Vortte zur Erwärmung der Maische durch Dampf. richten, in die Zeit schicken. gezeichnete he das miede und Emailleure zu Augsburg, welche daselbst zu Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrh. thätig waren. über ihre Lebensgeschichte ist wenig bekannt. Der hervorragendere scheint David gewesen zu sein, welcher um 1600 für den kunstliebenden Kaiser Rudolf II. in Prag beschäftigt war. Man nimmt mit guten Gründen an, daß die sog. Hauskrone der habsburgischen Dynastie lin der kaiserl. Schatzkammer in Wien), eins der unvergleichlichsten Werke deutscher Goldschmiedekunst, welches von genanntem Kaiser 1602 herzustellen befohlen wurde, Davids Werk sei. Auch das Scepter und mehrere Prachtuhren derselben Sammlung haben vollen en Fuun auf die Urbeberschaft des vortrefflichen Künstlers, welcher endlich auch die Reliefs an dem von Adrian de Fries gegossenen Herkulesbrunnen in Augsburg ö I1 haben soll. Sein Email ist eine Speziaität von Farbenpracht und Feinheit, indem er tiefdunkelblauen durchsichtigen Fond (email translueide) oder milchweißen, opaken Grund mit reizenden Bildchen von Käfern, Libellen, Blumen und Früchten in gleichfalls durchscheinenden Farben zu schmücken liebt. Seine Grabschrift rühmt mit Recht, daß er in der Behandlung der Edelmetalle keinem nachgestanden habe. Vgl. «Die ltterr. Raßser. Kunstwerke der Schatzkammer des österr. Kaiserhauseso, herausg. von Leitner (Wien 1873).