FeedAttär
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Attär, eigentlich Mohammed Ibn-Ibrahim Ferid-eddin A., berühmter pers. Dichter, geb. 1119 (513 der Hedschra) in Kerken bei Nischapur als der Sohn eines reichen Spezereihändlers (Attär), übernahm nach dessen Tode das Geschäft, gab dasselbe aber, durch einen Derwisch zum Sufismus (Mystik) bekehrt, auf und wurde Derwisch. Er soll 29 Jahre in Nischapur, die übrige Zeit seines Lebens in Schädiach gelebt haben und wurde 1229 (627 der Hedschra) von einem mongol. Soldaten ermordet. Sein uBioara Werk in Prosa ist «Teazkiret al Ewlia (4 Biographien der Heiligen v); von seinen Gedichten, welche oft, unter andern von Sejid Azz-eddin aus Amol, kommentiert wurden, sind die berühmtesten das Lehrgedicht über Gegenstände der Moral Pend-Namer ((Buch des Rats v, 10 von Hindley, Lond. 1809, und S. de Sacy, Par. 1819) und das Mantik at-tair (4Vo elge präche, verfaßt 1184 — 87, herausg. und übersetzt von Garcin de Tassy, Par. 1863); sodann das Dschewähir-Name (4Buch der Wesenheiten ). In den Werken Ats vereinigt sich Eleganz der Gedat mit großem Reichtum tiefer und fruchtbarer Gedanken, namentlich das populär 2. W Pend-Name ist im Orient sehr verbreitet. Vgl. S. de Sacys Einleitung zum Pend-Namen; Tholuck, Blütensammlung aus der morgenländ. Mystiko (Berl. 1825); Ouseley, Biographical notices of Persian poetso (Lond. 1846).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 159Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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