Audonin (Jean Victor), franz. Zoolog, geb. 2. April 1797 zu Paris studierte edizin und Naturwissenschaften, wurde 1833 Professor der Entomologie am Museum und starb 9. Nov. 1841. Unter seinen Arbeiten, die er teilweise in Gemeinschaft mit Milne-Edwards und Blanchard veröffentlichte, sind, außer zahlreichen Beiträgen zu den von ihm mit begründeten Annales d'histoire naturelle- und andern periodischen Schriften, besonders hervorzuheben das mit statist. und topogr. Karten versehene Werk: »Recherches pour servir à Thistoire naturelle du littoral de la France (2 Bde., Par. 1830) und „Histoire des insectes nuisibles à la vigney (Par. 1842). Andran (Gerard), berühmter Kupferstecher, l zu Lyon 2. Aug. 1640. Aus einer Famiie herstammend, die in dem Fache des Kupfer-Bare vielfach ausgezeichnet ist und von seinem ater, Claude A. (geb. 1597, gest. 18. Nov. 1677), h darin angeleitet, verdankte er seine höhere usbildung einem dreijährigen Aufenthalte in Rom wo er unter Carlo Maratti studierte und sich dur ein Bildnis Papst Clemens' IX. berühmt machte. Sein Ruf bewog den Minister Colbert, ihn nach Paris kommen zu lassen, wo er zum königl. Kupferstecher ernannt wurde. Hier stach er die erWerlichsten Werke des Lebrun, mit dem er in enger Verbindung lebte, und verherrlichte dessen Ruhm hauptsächlich durch die meisterhaften Stiche der Alexanderschlachten. Er verfaßte auch ein Werk über die Proportionen des menschlichen Körpers. A. starb 0 Paris 26. Juli 1703. — Sein Bruder, Claude l. (geb. 27. März 1639, m0 4. Jan. 1684), war ein ziemlich bedeutender Historienmaler. — Seine Neffen, Bénoit A. (geb. . Lyon 3. Nov. 1661, gest. auf seinem Landgut bei Montargis 2. Okt. 1721) und Jean Louis A. (geb. zu Lyon 28. April 1667, gest. zu Paris 17. Riche 1756), bildeten sich in seiner Schule zu vorzüglichen ehne udschila oder Uds cila (Auglla), eine Oase in der Libyschen Wüste Nordostafrikas, seit den ältesten Zeiten unter demselben Namen bekannt, unter 29 bis 29· 30 nördl. Br. und 39 2“ bis 407 östl. L. (von Ferro), auf der großen Karawanenstraße zwischen Kairo und Murzuk, etwa 10 Tagereisen westlich von der Oase Siwah (Ammonium) und 13 Tagereisen im SSO. von Bengasi an der Küste von Barka gelegen, ist eine kleine, von Sandwüsten umschlossene Gruppe ebener, grüner Flecke, durch gute Bewässerung reich an Palmen, mit deren in außerordentlicher Menge gewonnenen und durch ihr Arom höchst ausgezeichneten Datteln ein bedeutender Handel nach allen Gegenden getrieben wird, wie schon zu Herodots Zeit die Nasamonen den-Ertyo betrieben haben. Die Oase ist dem Paschalik ripolis tributär. Ihre 11—12 000 E. gehören teilweise noch dem Berberstamm an und sprechen ein mit arab. Wörtern sehr verunreinigtes Berber. Sie sind 3½% und unerschrockene Reisende, die den Handel zwischen Agypten und Murzuk sowie den e belet engasi und Wadai vermitteln. Das Ganze besteht aus drei Oasen: im W. das halbmondartige, 22 km lange und 2 km breite, 35,36 m unter dem Meeresspiegel gelegene, von rötlichen Sanddünen umgebene A., mit dem an der Südostseite gelegenen Daupiarte A. und 17 aus Palmhütten bestehenden Ortschaften, deren keine mehr als 20 Familien zählt; darauf folgt östlich die höhere Oase Sferir aus Kies und darauf die 8-förmige Oase Dschalo, 16 m unter dem Meeresspiegel, mit viel salzhaltigerm Boden als die erstere, daher mit kaum trinkbarem Wasser, mit den beiden Hauptörtern Lebba und l'Areg, dicht beieinander gelegen, und 25 kleinen Dörfern, und dem nördlich von der Oase isoliert gelegenen Leschkerreh; weiter östlich ieht sich in einem nach O. geöffneten Bogen Uadi in und verbreitert sich zur Oase Batofl, im SSO. von Dschalo, mit gutem Gartenboden und ausgezeichnetem Trinkwasser. Die Bewohner gehören drei Stämmen an: die Uadschili in A. und in Lebba sind 0 die Medschabra in l'Areg scheinen gemischter btunft, die Suiya in Leschkerreh sind Araber und haben ein mohammed. Kloster mit einer Schule. Der die Oase regierende Mudir hält sich gewöhnlich in Bengasi auf. Die Zahl der Palmen mag sich auf 200000 belaufen, welche etwa 42000 Mark Steuer I Gemüsezucht wird sorgsam betrieben. Vgl. Rohlfs, „Von Tripolis