Achen (Jan van), auch van Acken genannt, deuscher Maler, erhielt seinen Namen von der Stadt Aachen, dem Geburtsorte seines Vaters. Zu Köln 1562 geboren, entwickelte er schon in früher —— ungewöhnliches Talent und wanderte, aum 22 J. alt, nach Italien. Nachdem er sich zu Venedig dei dem niederländ. Maler C. Rems aufehalten, wandte er sich nach Rom, wo er für die Dörre eine Geburt Christi malte; 1588 ehrte A. nach Deutschland zurück und trat 1590 in bayr. Hofdienste. Kaiser Rudolf II. zog ihn 1592 nach Prag, wo er 6. Jan. 1615 starb; er war mit einer Tochter des Tonmeisters Orlando Lasso verheiratet. A., welcher sich in Italien eklektisch nach den großen Meistern, besonders Correggio, in 5 ner Heimat aber nach Goltzius und Spranger bildete, ist ein formeleganter Manierist von großer Gewandtheit. Die kaiserl. Gemäldegalerie zu Wien enthält 16 Gemälde von hein auch die Hofkirche zu München besitzt einige seiner ausgezeichnetsten Werke. Viele Bilder A.s sind von tüchtigen Meistern gestochen worden.