Aurora, bei den Griechen Eos genannt, die Göttin des Morgenrots, war eine Tochter des Hyperion und der Theia, ahten des des Helios und der Selene und die Gemahlin des Titanen Asträus 0 d.), dem sie den Zephyros, Boreas und Notos, owie den Hesperos und die übrigen Gestirne gebar. Die Göttin mit den Rosenfingern, wie sie Lager nennt, erhebt sich des Morgens von ihrem ager, fährt mit den göttlichen Rossen Lampos und Phaêthon aus der Tiefe des Meers herauf, und bringt das Licht. Schon bei Homer erscheint sie als Tagesgöttin und wird, auch besonders von den Tragikern, mit der Heméra (dem Tage) identifiziert. Von den Sterblichen, welche sie liebte und entführte, erwähnen die Dichter den Orion, Kleitos, Tithonos, dem sie den Memnon und Emathion gebar, und den Gemahl der Prokris, Kephalos. Dargestellt wurde —„ meist geflügelt, oft Ahhen Wagen mit Lolucge ten oder ungeflügelten Rossen fahrend, in rotgelbem Gewande, manchmal mit der Sonnenscheibe über dem Haupte, ferner mit Nimbus oder Strahlenkranz um dasselbe, auch mit einer Fackel in der Rechten, oder mit Gefäßen (mit Thau) in den Händen. — A. ist auch der Name des 94. Asteroiden. (S. Planeten.