FeedAuriol
ErdkundeBrockhaus 1882

Auriol, Stadt im franz. Depart. Rhönemündungen an dem Flüßchen Huveaune, an der Linie Aubagne-Valdonne der Mittelmeerbahn 15. (1876) 2453 (Gemeinde 4692) E., hat Fabri ation von Soda, Estrichplatten Papier und Chemikalien, auch eine Baumwollspinnerei. Ein die Stadt beherrschendes Schloß aus dem 11. Jahrh. liegt in Trümmern. A. ist außerdem Fundort von uripigment, Operment, Rauschgelb, ein Mineral, das aus 61 Proz. Arsen und 39 Proz. nur selten in wohlausgebildeten rhombischen Krystallen, gewöhnlich in krystallinisch-derben und blätterigen, nach einer Richtung sehr vollkommen Boerdacge Massen mit traubiger oder geflossener berfläche vorkommt. Es ist durchscheinend, fettbis demantglänzend und citronengelb, mit einem Stich ins Grüne. Sein spezifisches Gewicht ist = 3,8 und seine Härte geringer als die des Gipses. Es kommt vorzüglich in Ungarn vor (Tajowa, Neusohl), in der Walachei, zu Andreasberg im Harz. Es kann auch leicht kunstlich, sowohl auf nassem als trockenem Wege, dargestellt werden. Hr unter Arsen.) Man gebraucht es als gelbe lerfarbe (Königsgelb) und als ein Desoxydationsmittel des Indigs beim Blaufärben. Iu hohem Grade giftig ist es nur dann, wenn es einemengte arsenige Säure enthält, was mit dem nstlich bereiteten oft der Fall ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 233Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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