Aurillace, Hauptstadt des san⸗ Depart. Cantal in der Ober-Auvergne, am Fuße des Cantal, auf dem rechten Ufer der Jordanne und an der weigbahn Capdenac-Arvant der Orléansbahn, at unregelmäßige, aber breite und von Bächen urchströmte Straßen und zählt (1876) 10 399 (Gemeinde: 11 211) C. Der Ort besitzt ein Handelsgericht, ein Kommunalcollege, eine Normalschule, ein eine Bibliothek von 8000 Bänden, eine von David d'Angers (1851) Sstuef Bronzestatue des hier eborenen Papstes h II. (Gerbert) auf der lace Montyon, eine Rennbahn, wo alljährlich in der ersten Hälfte des Mai berühmte Pferderennen stattfinden, sowie eine Ackerbaugesellschaft und ein Theater. Besonders bemerkenswert sind die Kirchen: St.⸗Gerauld, ein Neubau des 15. ber Tei von welchem jedoch der Turm und ein groer Teil des Schiffs modern sind; ferner Notre-Dame-des-Neiges, ehemals Kirche des hiesigen Klosters der Cordeliers, aus dem 13. oder 14. ahrh., mit modernem Glockenturm im Renaissancestil. Außerdem ehande sich hier noch mehrere beachtenswerte Gebäude aus der Zeit vom 13. bis 16. Jahrh. Auch sind zwei eisenhaltige Mineralquellen vorhanden. Die sehr Prabmen Bevölkerung betreibt vorzüglich chem. Produkten⸗, Leim⸗, Chokoladen⸗, Kerzen⸗, ier⸗„ Tapeten⸗, Leder⸗, Haarsieb⸗, Spitzen⸗ und Raschfabrikation und lebhaften Handel mit Pferden, Mauleseln, Rindvieh, Käse und Wbendiang ber A. machte einst der Stadt St.⸗ lour den Rang der Hauptstadt von Ober-Auvergne eitig, hatte den Titel einer Grafschaft und stand unter dem Abt der vom heil. Geraldus 884 ge⸗ —v Benediktinerabtei Auriliacus (oder St.⸗ iroldi). Von dem 1868 völlig ausgebrannten Felsenschloß St.⸗Etienne auf dem Felsen Castanet welches früher die Stadt beherrschte, ist nur noch die Ruine eines aus dem 11. Jahrh. stammenden