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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Ava, Dichterin am Anfang des 12. Jahrh., die als Reclusa in der Nähe des österr. Klo sters Göttweih lebte und 8. Febr. 1127 starb. Sie verfaßte eine poetische Bearbeitung der Evangelien, an welche sich die Erzählung vom Antichrist und die Darstellung des Jüngsten Gerichts anschließt. Wie sie selbst sagt, gaben ihre zwei Söhne oden Sinn anv, d. h. sie verstand kein Latein und ließ sich den Stoff, den sie bearbeitete, von ihren des Lateins kundigen Söhnen, die also wohl Geistliche waren, vermitteln. Das 24. ist in der Vorauer Handschrift erhalten und in Diemers «Gedichte des 11. und 12. Jahrh.» (Wien 1849) herausgegeben. Vgl. Langguth, «Untersuchungen über die Gedichte der A.» (Budapest 1880).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 284Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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